BRASILIEN

Apostel-Paulus-Schule für selbstunterhaltende Missionare in Itapecerica

Escola de Missionários Autossustentáveis Apóstolo Paulo (EMAAP)Associação L’ESPERANCE do Brasil

Schule Itapecerica

Unser 1996 gegründetes Projekt “Itapecerica” liegt um die 500 km nördlich von Sao Paolo in 800m Höhe.

Es bot bis 2014 um die 30 Waisenkindern ein zu Hause und unterhält auf unseren 118 ha eine Lehrfarm mit Garten- und Obstanbau, Wald, Imkerei sowie Milchvieh-, Rinderhaltung. Dadurch dass die Behörden unser Heim zuletzt als Übergangsheim für Jugendliche benutzte, konnten wir unsere Ziele nicht mehr umsetzen, sodass wir unser Waisenhaus schließen mussten.

2016 eröffneten wir die Paulusschule für selbstunterhaltende Missionare. Mission, Landwirtschaft, Gesundheit und Verwaltung stehen auf dem Lehrplan. Dadurch erhalten junge Leute eine Ausbildung, mit der sie ähnliche Projekte im ganzen Land starten können, die der Bevölkerung zum Segen werden.

Furchtbare Kindernot gibt es leider in vielen Ländern. So auch in Brasilien. Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen berichteten über erschossene Kinder und Jugendliche in den nächtlichen Straßen der Großstädte. Planmäßig gejagt und abgeknallt.

Als kleines Hilfswerk haben wir leider nicht die Mittel, überall zu helfen. Die Hauptfrage für uns ist nicht: Haben wir das Geld? Wir hatten es nie, wenn wir in einem Land eine Arbeit begannen und wir haben es immer zu wenig. Die Frage ist: Haben wir die Mitarbeiter? Menschen denen es eine von Gott gegebene Lebensaufgabe ist, seine Liebe armen Kindern zu schenken, die bisher überwiegend Egoismus, Gewalt und Hass erfahren haben – solche Leiter sind schwer zu finden. Für Brasilien hatten wir sie. Das gab den Ausschlag.

Die Suche nach einem geeigneten Grundstück ist ebenfalls jedesmal ein Wunder. Groß genug muss es sein, damit später die laufenden Kosten für 100 Kinder und Jugendliche daraus erwirtschaftet werden können. Furchtbaren Boden muss es haben. Genügend Wasser brauchen wir, um auch während der oft langen Trockenzeiten Obst und Gemüse anbauen zu können. Es darf nicht zu fern von einer größeren Stadt liegen, damit das, was erzeugt wird, auch einen Markt findet und: Wir müssen es bezahlen können. Das irgendwo auf der Welt erfüllt zu finden, scheint fast unmöglich.

In Brasilien ist es wieder geschehen: 118 ha groß, furchtbar, mit Bächen, Teichen, Wald und Weide, zwei Häuser und Stallung darauf, mit Strom- und Wasserversorgung, nur einen Kilometer von der Straße und nur 33 km bis zu 200.000-Einwohnerstadt Divinópolis. Die ersten Kinder wurden schon  wenige Wochen später aufgenommen und allmählich entstand ein vorbildlich geführtes Kinderdorf, das bald im weiten Umkreis bekannt war. Fast täglich kamen Besucher, erhielten wir Anfragen von Gerichten zur Aufnahme neuer Kinder.

2014 änderte sich jedoch die Gesetzeslage und die Regierung nutze unser Dorf als Übergangsheim für Sozialwaisen. Die Kinder blieben nicht lange genug, um sie sozial zu integrieren und stabile Familiengruppen zu formen. Die Gesamtsituation machte eine nachhaltige christliche Erziehung unmöglich und bewirkte, dass wir den Behörden Anfang 2014 unsere Hilfe als Kinderheim aufkündigten. Ende 2014 verließen die letzten Jugendlichen unser Dorf.

Daraufhin wurde die L’ESPERANCE-Paulus-Schule für selbstunterhaltende Missionare gegründet. Am 13.03. 2015 begann die Ausbildung mit 15 Studenten. Unter der tatkräftigen Leitung von Alek Sandra und Rozelito Croscop entwickelte sich die Schule zu einem kleinen Paradies.

Junge Männer und Frauen werden durch die Ausbildung befähigt, in entlegenen Gebieten des riesigen Landes Menschen zu helfen gesund zu bleiben oder zu werden, ihren Lebensstandard zu verbessern und ein hoffnungsvolles christliches Leben zu führen. Wie der Apostel Paulus sollen sie dazu in der Lage sein, ihren Unterhalt selbst zu erarbeiten, ohne auf eine Anstellung oder permanente finanzielle Unterstützung angewiesen zu sein. Die Gesundheitsseminare und Missionskurse bringen Menschen körperliche, geistige und geistliche Genesung. Die Schule wirkt außerdem im nahegelegenen Städtchen Itapecerica unter der Bevölkerung, verteilt Literatur, gibt gesundheitlichen Rat, Kurse und Unterricht. Studenten, die das Schulgeld nicht aufbringen können, haben die Möglichkeit, es auf der Farm zu verdienen.

Alek Sandra schrieb uns: „Wir sind überzeugt, dass der Name Gottes durch die L’ESPERANCE Paulusschule in Brasilien geehrt wird. Von hier werden viele Evangelisten ausgehen, die nicht nur die gute Botschaft hinaustragen, sondern die sie auch leben.“

2018 haben Alek Sandra und Rozelito die Leitung unseres Kinderdorfes in Bolivien übernommen. Ihr Sohn Artur Croscop und seine Frau Raquel führen die Arbeit in Brasilien fort.

Willkommen in der Paulusschule bei Itapecerica

Unsere Produktion:

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