Uganda

Kinder- und Schuldorf Kinyo

L’ESPERANCE Children’s Aid Organisation Uganda Ltd

 

Kinder- und Schuldorf Kinyo

Im Jahr 2014 konnten wir die Gründung des neuen Kinderdorfs Kinyo abschließen und 40 Kinder aus ärmsten Verhältnissen im Alter von unter 7 Jahren aufnehmen, um ihnen eine Schulbildung zu garantieren. 22 Kinder kamen 2017 dazu. Weitere Kinderhäuser sind in Planung. Unser Kindergarten und unsere Schule finden breiten Anklang in der Umgebung.

Kinderdorf Kirinda

Unser altes Kinderdorf Kirinda wurde 1988 gegründet und lag etwa 14 km südlich von Kampala, der Hauptstadt Ugandas, am allseits bekannten Victoriasee in einer Höhe von ca. 1800m. Es beherbergte über 100 Waisenkinder. Im Jahr 2011 mussten wir Kirinda schließen, weil das Land nach einer Volksabstimmung dem Stamm der Buganda zurückgegeben wurde. Wir konnten aber den Kindern Plätze in adventistischen Internaten sichern, wo wir bis heute noch den 25 jüngsten Waisenkindern eine gute Schulbildung finanzieren.

1987 ging in Uganda der letzte blutige Bürgerkrieg zu Ende. Eine Unzahl Kinder hatten ihre Eltern verloren. Das einst reiche Land war zu einem der ärmsten der Erde geworden. Nachdem die neue Regierung ihre Arbeit begonnen hatte, bot L’ESPERANCE Anfang 1988 seine Hilfe für Waisenkinder an. Zu der Zeit zogen noch immer bewaffnete Banden ehemaliger Soldaten mordend und plündernd durch die Gegend.

Es sollte Jahre dauern, bis in den meisten Gebieten des Landes die Sicherheit wiederhergestellt war. Nur 13 km von der Hauptstadt Kampala entfernt übernahm L’ESPERANCE ein 45 ha großes Grundstück in herrlicher Lage direkt am Victoriasee.

Noch bevor das Land übertragen war und mit den Bauarbeiten begonnen werden konnte, begann die Hilfe für Waisen: 25 elternlosen Kindern wurde Unterkunft und Lernen in christlichen Internatsschulen ermöglicht, um bis zur Fertigstellung der ersten Waisenhäuser der schlimmsten Not abzuhelfen.  Zu diesen kamen bald 25 weitere Waisen hinzu, während 1989 eine Zufahrtsstraße angelegt und mit dem Bau von Familienhäusern begonnen wurde. Im folgenden Jahr konnten die ersten Waisenkinder einziehen. Die meisten hatten ihre Eltern in den Kämpfen und Gräueln des Krieges verloren. Einige Eltern waren an Krankheiten, vornehmlich an AIDS, verstorben.

Neben den Familienhäusern wurden im Kinderdorf eine Schule und ein Gemeindehaus für Gottesdienste und soziale Treffen errichtet. Große Gartenflächen und Obstplantagen wurden angelegt. Es entstand eine medizinische Ambulanz mit einer kleinen Entbindungsstation, Werkstätten für Metall-, Holz-, Textil- und Lederverarbeitung, ein kleiner Laden und ein Stall für Hühnerhaltung.

Nach und nach konnten 100 Waisenkinder aufgenommen werden, die neben dem Schulunterricht auch praktische Unterweisungen in den verschiedenen Arbeitsbereichen des Kinderdorfs erhielten.

2011, nach 23 Jahren, in denen L’ESPERANCE in Kirinda beständig Hilfe an notleidenden Waisenkindern leistete, musste dieses Kinderdorf geschlossen werden. Grund war ein neues ugandisches Gesetz, welches nach einer Volksabstimmung dem Stamm der Buganda die Einführung eines repräsentativen Königtums gestattete. Es gab auch alles Land zurück, das dem König vor den Bürgerkriegen gehört hatte. Dieser war nicht gewillt, den Erbpachtvertrag, den L’ESPERANCE mit der Regierung geschlossen hatte, zu übernehmen.

Mit dem Verlust des wunderschönen Seegrundstücks wurden wir gedrängt, die Gebäude möglichst schnell zu räumen. Damit wurden 100 Kinder und Jugendliche heimatlos. Für sie galt es nun, das Beste aus der Situation zu machen und ihre Zukunft neu zu organisieren. Sie wurden von uns auf teure Internatsschulen geschickt. Mit entfernten Verwandten und hilfsbereiten Familien wurde vereinbart, dass alle in den Ferien ein Unterkommen haben.

Nach fünf Wochen intensiver Suche gelang es uns, das schön gelegene Grundstück Kinyo am Victoriasee, zu kaufen und von vorn zu beginnen.

2012 wurde mit dem Bau des Wohnhauses für den Leiter und daran anschließender zwei kleiner Gästehäuser begonnen.

2013 stellte Matthias Kowoll in nur vier Wochen in einer beachtlichen Ingenieursleistung von der Fassung zweier Quellen über ein Verteilerhaus und 5,4 km Leitungen die Wasserversorgung des Dorfes sicher. Die begonnenen Gebäude wurden fertiggestellt und mit dem Bau der ersten Häuser für Waisen begonnen.

2014 zogen 40 Kleinkinder in die neuen Häuser ein, die sämtlich aus für uns unvorstellbarem Elend kamen. Es wurde ein Hühnerstall für 1.000 Tiere gebaut, eine Bananenplantage angelegt, eine Kakaopflanzung begonnen, eine Nutzholzpflanzung vorgenommen und Gemüse angebaut.

Im Januar 2015 war die notwendige Infrastruktur komplett. Alle wichtigen Abteilungen waren in Betrieb. Ein Kindergarten und die ersten beiden Klassen der Grundschule konnten im Februar eröffnet werden. Zu den 40 Waisenkindern im Dorf kamen auf Anhieb 80 Kinder aus dem Umkreis. Für arme Familien aus der Umgebung gewähren wir Schulkostenbefreiung. Weil in unserer Schule jedes Jahr eine Klasse dazukommt, muss permanent weitergebaut werden.

Inzwischen leben mehr als 60 Waisenkinder in Kinyo. In Kindergarten und Schule des Kinderdorfs werden mehr als 240 Kinder bis zur 7. Klasse unterrichtet.

Unsere Aktivitäten

Willkommen im Kinder- und Schuldorf Kinyo

Unsere Produktion:

Danke für Ihre Unterstützung!

Shopping Basket